Ostern 2014

Ostern 2014 sollte kein Familien-Ostern werden, sondern Karsten und ich wollten die Zeit am Schiff verbringen. Also machten wir uns Karfreitag auf, mit einem voll beladenen Anhänger Richtung Flensburg zu kommen. Kurzfristig hatte sich mein Dad, unser Holzwurm, noch mit eingeklinkt und beschloß, die neu angefertigten Bilgenbretter müssten unbedingt anprobiert und bei Bedarf direkt vor Ort geändert werden :-).

Aufgrund des Oster-Reise-Verkehrs brauchten wir bis Flensburg bis zum frühen Abend. War aber nicht sooo schlimm, da wir unser „Programm“ erst ab Samstag geplant hatten. Freitag Abend haben wir also nur ein paar Kleinigkeiten erledigt, das Funkgerät mal provisorisch an die Spannungsversorgung angeschlossen, etc.

Nach einem reichhaltigen Frühstück am Samstag morgen ging es dann an’s Werk. Nach einem kurzen Telefonat mit Björn stand fest: Wir können zusammen mit Björns Hilfe das Rigg einstellen. Das war ein großer Punkt auf unserer To-Do-Liste. Hier waren wir aufgrund nicht vorhandener Erfahrung auf Hilfe angewiesen. Letztlich stellte sich heraus, dass es gar nicht so tragisch ist, jedoch ohne das Vorgehen zu kennen, eher schwierig.

Letztlich haben wir gemeinsam mit Björn noch einige Kleinigkeiten geklärt, dann war er auch schon wieder auf dem Rückflug. Danke für den Nachmittag und die Hilfe!!!

Den restlichen Tag haben wir genutzt, um weitere Kleinigkeiten zu erledigen, die Segel anzuschlagen und, am wichtigsten, unseren ersten kleinen Schlag zu segeln. Mit dem Vorsegel sind wir ein Stückchen durch die Förde gesegelt. Es war super. Mit nur ganz wenig Wind und nur mit Vorsegel hatten wir auf Anhieb 4,5 kn Fahrt auf dem GPS stehen. SUPER! Das macht Lust auf wesentlich mehr! 😉

Nach unserer Rückkehr und getaner Arbeit haben wir den Abend beim (Stamm-)Griechen ausklingen lassen. Wir waren alle so KO, dass wir recht früh im Bett verschwanden.

Am nächsten Morgen war nichts mehr geplant. Nach dem Frühstück ging es schon wieder Richtung Heimat. Die Zeit geht immer viel zu schnell vorbei. Aber auch in dieser kurzen Zeit haben wir wieder verdammt viel geschafft und nähern uns mit riesen Schritten einem schönen und segelbarem Schiff!

Besonderer Dank gilt hier noch einmal meinem Dad: Die bereits fertig gestellten Holzteile sehen einfach „saugeil“ aus. Ich denke in einem der nächsten Berichte kann man ein wenig was zeigen. Wir sind zumindest mehr als zufrieden. DANKE!!!

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Endlich passiert wieder etwas!

Das letzte Wochenende im März sollte wettertechnisch richtig gut werden. Außerdem wurden wir durch Helge (sein Schiff lag im Winterlager direkt hinter uns) angestachelt, das Boot schnell ins Wasser zu bekommen, er wollte auch gerne aus dem Winterlager. Also planten wir das Wochenende:

Freitag: Putzen putzen putzen
Samstag: Gemeinsam mit Simon Antifouling streichen und einige Dinge erledigen, welche noch offen waren.
Sonntag: Weitere Putzarbeiten, erste Motorinspektion, Vorbereitung zum Maststellen
Montag: Kranen, Maststellen und Heimfahrt vorbereiten
Dienstag: Ab nach Hause

Freitag, 28.03.2014:
Die Anreise mit Anhänger dauerte rund 7 Stunden. Da wir recht zeitig losgefahren waren, hatten wir dann vor Ort noch ein wenig Zeit, das Schiff zuinspizieren und anzufangen, zu putzen.

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Karsten beim Salon-Putzen

Ziel war es die Hundekoje für Simon (der einen Tag später eintreffen sollte) sauber zu haben, außerdem den Salon geputzt zu haben. Es war erstaunlich, wie schnell wir mit diesen wenigen Handgriffen schon wieder wahnsinnige Fortschritte machen konnten. Selbst das Putzen machte unter diesen Umständen richtig Spaß. Wir kamen den von Björn vorhergesagten 100 Eimern Ajax-Putzwasser immer näher.

Nachdem wir das Wasser schwarz gemacht haben und das Klima unter Deck immer besser wurde, haben wir für den Tag die Arbeiten beendet. Zu Essen gab es beim nahgelegenen Griechen.

Samstag, 29.03.2014:
Nach einem ausgedehnten Frühstück, diesmal mit richtig gutem Kaffee (ist leider am Vortag misslungen… 😉 ) haben wir einige Kleinigkeiten erledigt (u.a. die Winterplane und das Wintergestell demontiert) und Simon erwartet. Gegen Mittag ist er voller Tatendrang eingetroffen. Schnell nen Happen gegessen, ging es dann auch an die Arbeit. Tagesziel war, das Unterwasserschiff mit Antifouling zu streichen. Eigentlicher Plan war, dass dies Simon und Karsten erledigen und ich in der Zeit im Schiff die Elektrik optimiere, aber irgendwie kam es aber dann anders… 😉

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Antifouling streichen

Das Streichen des Unterwasserschiffes ging recht einfach und schnell von der Hand. Auch hier konnten wir in kürzester Zeit super Ergebnisse erzielen. Auch wenn das Blau nicht zu 100% passt, sah es hinterher toll aus (Farbe war ein mega-Schnäppchen bei Compass).

Nach dem Streichen haben wir uns mit einigen der tausend noch zu erledigenden Kleinigkeiten beschäftigt.

Spontan hat uns dann noch Björn besucht, welcher auf dem Rückweg nach Hause an Flensburg vorbei gekommen ist. So haben wir auch den Nachmittag sehr nett und informativ herumbekommen.

Abends hat uns Simon dann mit seinem selbstgemachten Chilli-Con-Carne verwöhnt. Lecker!!!

Bevor wir nun ins Bett verschwinden, fällt Karsten ein, dass wir ja noch den Tank inspizieren wollten. Karsten hat hierfür eine Kamera mitgebracht, mit welcher man in den Tank sehen kann. Zu unserer Erleichterung kann man direkt bis zum Tankboden gucken. Es sind absolut keine Verschmutzungen und keine „Diesel-Pest“ zu finden. Wir waren sehr erleichtert, so erspart es uns vorerst eine komplette Reinigung des Dieselsystems.

Sonntag, 30.04.2014:
Für den Sonntag hatten wir nun kein wahnsinniges Programm. Wir wollten weiter putzen, einige Dinge noch reparieren, vielleicht bei der Elektrik ein wenig weiter ausmisten und uns auf das Kranen und Maststellen vorbereiten.

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Trennwand zum Innenraum – Tank, Dieselleitungen, Dieselfilter, Wärmetauscher und Kühlwasserausgleichsbehälter

Also haben wir die Backskisten und die Trennwand zum Innenraum geputzt (aus welchen Gründen auch immer, war diese völlig eingesifft), das Deck geschrubbt, die Staukästen im Innenraum geschrubbt und tausend andere Kleinigkeiten erledigt. Immer weiter war erkennbar, dass unter dem ganzen Schmutz ein schönes Schiff in einem wirklich guten (natürlich dem Alter entsprechenden) Zustand versteckt ist.

Nachdem wir soweit mit unserem Programm durch waren, haben Simon und ich uns noch ein wenig mit der Elektrik vergnügt.

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Stauraum putzen

Immer weiter stellen wir fest, dass es zwar recht Durcheinander und unfachmännisch gebaut ist, jedoch eigentlich nicht viel hinter steckt, nachdem man das Chaos durchschaut hat. Um die grundsätzliche Funktionen zu testen, haben wir schon mal die Batterien eingebaut und mal Spannung auf das Bordnetz gegeben. Soweit funktioniert noch alles, trotz unserer Ausmistaktion. Auch der Anlasser dreht, den Motor wollen wir aber noch nicht starten.

Abends hat Karsten uns dann Putenbraten mit Nudeln gekocht.

Montag, 31.03.2014:
Heute sollte der große Tag sein, an dem „die Kleine“ wieder ins Wasser gehoben werden sollte. Den Tag haben wir mit einem ausgiebigen Frühstück mit Frühstückseiern und allem möglichen Schnick-Schnack begonnen.

Um 13 Uhr sollte dann der Krantermin sein. Da wir die letzten Tage einiges geschafft haben, war auch gar  nicht mehr viel vorzubereiten. Also konnten wir dem Krantermin entspannt entgegensehen.

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Schnell die nicht zu erreichenden Stellen streichen

Mit ein wenig Verspätung war es dann so weit. Der LKW zum Transport zum Kran kam und lud unsere kleine Ohlson auf. Das Kranen an sich klappte, für uns zwar aufregend, doch letztlich ohne weitere Zwischenfälle. Alle Ventile waren dicht und wir durften nun zu unserem Anleger rüberschippern. Der Motor sprang ziemlich schnell und gut an und so war unsere erste Fahrt in diesem Jahr erfolgreich. Wir fuhren zu unserer Box und machten hier erst mal fest. Nun wollten wir auf Helge warten, welcher direkt nach uns gekrant werden sollte. Wir hatten abgesprochen, dass wir die Masten gemeinsam stellen und uns unterstützen.

Nachdem Helge dann irgendwann kam, sind wir auch zum Mastkran rübergefahren. Den Mast auszulagern war dann auch kein Problem, schliesslich waren wir ja genug, die mit anpacken konnten. Karsten und ich hatten den Mast im Herbst alleine eingelagert, daher sollte es nun zu fünft auch kein Problem darstellen. 😉

In den Mast musste nun ein neues Kabel für die neue UKW-Antenne eingezogen werden. Nach ein bisschen Fummelei und einer guten Idee von Karsten haben wir auch dies auch hinbekommen. Nachdem die Antenne installiert war und alles für das Kranen vorbereitet war, konnten wir den Mast zum Schiff kranen. Das war ein wenig spannend, da das erste mal für uns… Aber es ging alles recht reibungslos. Nun ging die Puzzelei los. Leider hatten wir uns die Terminals nicht beschriftet. Also mussten wir durch Probieren erst mal herausbekommen, wo welches hin gehört. Zum Schluß waren wir zwar erfolgreich, jedoch auch ziemlich genervt: lesson learned…. 😉

Nachdem der Mast provisorisch abgespannt gewesen ist, waren wir mit den Nerven fertig, unsere Mägen knurrten und wir hatten keine Lust mehr. Also ging es wieder zurück zur Box, schnell festgemacht und ab zum Griechen zum Essen. Damit haben wir den Tag dann auch langsam ausklingen lassen.

01.04.3014:
Heute war nichts mehr geplant. Wir räumten alles zusammen, beluden die Autos und bereiteten uns auf die Heimfahrt vor. Simon wollte noch im Norden bleiben, er hatte noch einen Tag mehr Urlaub als wir.

Gegen Mittag ging es dann wieder Richtung Ruhrgebiet, wo wir dann am frühen Abend eintrafen.

Insgesamt war es mal wieder ein tolles Wochenende, wir haben viel geschafft und merken, wie wir uns immer weiter mit dem Schiff identifizieren. Es macht einfach riesen Spaß etwas zu schaffen und die Veränderung zu bestaunen.

Besonderer Dank geht diesmal an Simon, der tatkräftig mit angepackt hat und dem keine Arbeit zu blöd, zu schwer oder zu dreckig war. Danke, du hast einen gut bei uns! 😉

Die nächsten Aktionen sind bereits in Planung. Beim nächsten Besuch wollen wir die Segel anschlagen, das Funkgerät einbauen, die Elektrik weiter instand setzen und vor allem: unseren ersten Schlag segeln! Wir können es kaum erwarten!

Weiteres folgt, wenn es so weit ist. Bis dahin müssen wir noch ein paar Tage arbeiten. 🙂

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Es wird langsam Frühling

So, nun möchte ich mich auch mal mit einem kleinen Beitrag, der unsere derzeitge Situation beschreibt, versuchen.

Ein Blick in den Garten kündigt den herannahenden Frühling an. Die ersten Knospen gehen auf und mit stetig steigenden Temperaturen lassen sich meine Bienchen immer häufiger am Flugloch blicken (ein weiteres Hobby von mir).
Vom Abendhimmel schallen immer häufiger die Stimmen irgendwelcher Zugvögel, die in Scharen hunderter Tiere in gewohnter V-Linienformation die Lüfte schneiden und gen Norden ziehen.
Also genau in unsere gewollte Richtung.

Alles das sind sichere Anzeichen dafür, dass es bald auch bei uns losgehen wird.
Und wir können das Warten auch kaum noch ertragen.

Auf der einen Seite war der Winter eigentlich gar keiner und auf der anderen Seite dauerte er trotzdem viel zu lang. In Sven und mir (da bin ich mir absolut sicher) gehen immer häufiger Gedanken zur Geschichte um unsere „La Petite“ durch den Kopf. Hier und da schleichen sich aber auch wieder Zweifel ein. Eine gute (Überlebens-) Strategie ist es, sich mit guten Ideen und kleinen Taten davon abzulenken oder lange Telefonate zu führen.
So sind zwischenzeitlich die Polster gereinigt worden, sämtliches Tauwerk wurde gewaschen, die Beschläge wurden überholt, der Petroleumkocher wurde funktionstüchtig gemacht, das neue Funkgerät wurde angeschlossen und geprüft, es wurde auch einfach Gutes vom Schlechten getrennt und und und.

Aber vieles davon habt ihr sicherlich hier schon gelesen.

Nicht unerwähnt möchte ich schon jetzt die vielen Helfer lassen, die uns bisher schon tatkräftig oder mit gutem Rat zur Seite standen und hoffentlich zukünftig stehen werden. So sind zum Beispiel schon erste Schmiedearbeiten zum Überführungstörn diskutiert worden und einen Holzwurm hat die LP auch schon.
Mit ganz viel Pech fahren wir demnächst mit Gardinchen im Prinzessin-Lillifee-Motiv durch die Gegend! Spaß beiseite, der gehört jedoch unbedingt dazu!

Aber ich glaube, es lohnt sich über diese Geschichten mal gesondert zu berichten.

Auf diese Weise haben wir uns bisher irgendwie „über Wasser gehalten“!
Halte weiterhin durch -Sven- , bald haben wir den Winter geschafft.

Aber das war dann nur der Erste! 😉

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Boatfit in Bremen

Heute Morgen ging es zeitig Richtung Bremen. Hier findet dieses Wochenende die Boatfit statt, welche nach Studium des Tagesprogramms sehr viele interessante Themen für uns bereithielt.

Themen wie Refit von Rumpf und Gelcoat, Dieselpest und Pflege von alten Segeln waren wirklich sehr interessant. Zwischen den Vorträgen konnten wir die Aussteller besuchen und auch hier viele Tipps und Tricks erfahren. Mut macht uns, dass man eigentlich alles wieder schön machen kann. Hingegen war es erschreckend, wie viele Baustellen es grundsätzlich gibt. Wir haben inständig die Hoffnung, dass es sich bei uns in Grenzen halten wird. Außerdem haben wir gelernt, dass eins nach dem anderen kommt, vernünftig priorisiert es alles seine Zeit braucht.

Insgesamt war die Messe super. Ist definitiv ein Besuch wert. Man darf nicht so eine Vielfalt von Ständen erwarten, wie auf der Boot, jedoch ist die Qualität wesentlich höher. Klasse statt Masse ist hier die Devise. Wir werden nächstes Jahr sicher wieder mit dabei sein!

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Shopping ist angesagt

Karsten und ich hatten ja eine lange Einkaufliste, von der wir die Hoffnung hatten, dass wir auf der Boot in Düsseldorf einiges erledigt bekommen. Leider war dem nicht so.

Per Post kam die Einladung eines großen Internetausrüsters in Ascheberg, dass man mit uns die Segelsaison starten wolle und wir 10% Rabatt bekommen sollten. Also mal kurz die Preise aus dem Onlineshop mit den marktüblichen Preisen verglichen und festgestellt: Die 10% lohnen sich. Also heute Nachmittag ab nach Ascheberg.

2014-02-23 19.25.31Insgesamt war es auch recht erfolgreich. Wir konnten unseren Rettungskragen erstehen (auf dem Boot war NICHT EINE Rettungseinrichtung an Bord). Außerdem haben wir einen neuen Kompass gekauft, der alte ist ja leider ausgelaufen und somit ein Totalschaden. Außerdem gab es einen Satz Signalfeuer, einen 2,5 Liter Topf Antifouling in blau und noch ein paar Kleinigkeiten.

Bis auf wenige Dinge haben wir dann erst mal die gröbste Ausstattung zusammen. Uns werden zwar noch tausend Dinge auffallen, die noch fehlen, aber das nötigste sollte nun geschafft sein.

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nach langer Zeit…

… endlich wieder ein Lebenszeichen.

In den letzten Wochen ist nicht viel passiert. Weihnachten, Silvester und dann den Januar „überleben“. Zwischendurch war für Karsten und mich der Besuch der Messe „Boot“ in Düsseldorf obligatorisch. Obgleich auf unserem Einkaufszettel etliche Dinge standen, sind wir mit leeren Händen wieder nach Hause gefahren. So gesehen enttäuschend. Jedoch haben wir viel Informationen mitnehmen können.

Inzwischen haben wir auch angefangen, unsere Einkaufsliste abzuarbeiten. Karsten füllt fleißig Umzugskartons mit allen möglichen und notwendigen Dingen. Ich kümmere mich derweil um ein bisschen Technik-Krempel.

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Funkanlage mit AIS-Darstellung in OpenCPN

Aktuell steht hier auf dem Schreibtisch der Aufbau der Funkanlage. Als Funkgerät dient ein Radio Ocean RO4800 AIS. Dazu gibt’s einen GPS-Empfänger von Evermore mit entsprechendem RS232-Ausgang. Außerdem möchten wir gerne AIS-Informationen auf dem Laptop via OpenCPN darstellen. Nach ein wenig Bastelei funktionierte dies auch ganz gut, wobei ich hier in Dortmund natürlich relativ wenig Schiffe um mich habe. Aber zwischendurch fährt mal eins im Kanal vorbei… 😉 Glücklicherweise funktionierte sogar die Anschluss NMEA an RS232-USB-AdapterDurchreichung des GPS über die Funke einwandfrei, so dass wir vorerst auf einen weiteren GPS-Empfänger für den Laptop verzichten können (könnte dann als Redundanz herhalten). Bisher ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis.

In den nächsten Tagen werde ich mich um die Reinigung der Polster kümmern. Gleichzeitig habe ich mir ein paar Gedanken über die Neuanschaffung von Polstern und Bezug gemacht. Grundsätzlich würde das den Wohlfühlfaktor im Schiff sicher extrem positiv beeinfluss, jedoch muss Karsten noch überzeugt werden. Davon ab, wissen wir ja auch noch gar nicht, was noch so alles auf und zukommt.

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so viel A r b e i t!

Nach einem guten Frühstück sollte es dann heute losgehen. Die Vorbesitzer haben uns versprochen, uns die Winterplane samt Gestell zu bringen. Das Timing war perfekt, kamen wir gerade vom Frühstück, bogen die Vorbesitzer gerade um die Ecke.

Nachdem alles abgeladen war, konnte es endlich losgehen.

To-Do:

  • Winterplane stellen
  • ausräumen
  • Bestandaufnahme durchführen
  • noch mehr ausräumen
  • …und noch viel mehr

D2013-11-30 12.45.59as Stellen der Winterplane gestaltete sich als recht einfach. Die Plane an sich, ist zwar nicht mehr der Hit, aber den Winter sollte sie hoffentlich überstehen. Für eine Besorgung einer neuen war keine Zeit mehr. Also MUSS halten. 🙂

Während unserer Arbeit sprach uns ein Mann ausserhalb des Geländes an. Er fragte, ob wir „die Kanister gleich reinstellen würden“. Karsten war recht verwirrt, da er nicht verstand, was der Mann von uns wollte. Irgendwann verstanden wir dann: Der Mann wollte uns Kanister schenken, um die Plane am Schiff beschweren zu können. Wahnsinn… Haben uns tausendmal bedankt und hatten nun auch das „Werkzeug“ die Plane super zu sichern. Manchmal passt einfach alles.

2013-12-01 10.03.32Genau so gingen auch alle weitere Arbeiten von statten. Es passte einfach alles und lief wie geschnitten Brot. Im Innenbereich haben wir alles demontiert, was verzichtbar ist. Der Vorbesitzer hatte wohl ein Fabel für Fächer, Tassen- und Glasständer. So viele Menschen können auf dem Boot gar nicht sein, wie entsprechende Ablageflächen zur Verfügung standen. Alles raus!!!!2013-12-01 10.04.09

 

 

 

 

 

 

2013-12-01 11.50.01Am Ende war der Anhänger voll. Wir hätten nie erwartet, dass da so viel Zeug in das Schiff passt. Geschätzt ist die Hälfte davon Müll, welcher darauf wartet, der Entsorgung zugeführt zu werden. Weiter haben wir die Polster mitgenommen, welche zumindest einer Reinigung bedürfen.

2013-12-01 10.06.26Überraschend war, dass unsere Kleine nach der Aufräumaktion nachher innen noch wesentlich größer wirkte. Außerdem gleich viel freundlicher und schöner. Sie wird so langsam ein Stück von uns, obgleich wir noch gar nicht viel getan haben.

 

 

2013-12-01 11.38.37Morgen ist dann nicht mehr viel angesagt. Einige Kleinigkeiten und dann die Abreise. Mit Anhänger planen wir dann gleich die ein oder andere Stunde mehr ein.

 

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Erneutes Wiedersehen…

…. nachdem die letzten Wochen nicht viel passiert ist, zumindest nicht aktiv, stand heute ein Wiedersehen mit unserer Kleinen an. Die letzten 4 Wochen waren geprägt von der Informationsbeschaffung zu diversen Themen. Da beim letzten Besuch nur relativ wenig Zeit geblieben ist, um sich wirklich mit dem Boot auseinander zu setzen, sollten nun an diesem Wochenende noch einige Arbeiten erledigt werden. Weiter wollten wir alles aus dem Schiff räumen, was nicht „niet- und nagelfest“ ist.

Heute war Anreise angesagt. Mit Freude konnten wir feststellen: die Kleine ist noch da und steht auf ihrem Bock. Wir waren froh…. 😉

Das Wetter war durchwachsen, war aber für den morgigen Samstag trocken angesagt. Außerdem sollte es nicht all zu kalt werden. Ideale Voraussetzungen ein bisschen was zu schaffen.

Also haben wir gar nicht mehr viel getrieben, sondern haben uns eine Lokalität zum Essen gesucht und haben den Tag beendet. Morgen wartet genug Arbeit auf uns….

 

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Zweiter Tag in Flensburg

Heute war der zweite Tag in Flensburg. Es stand einiges an:

– Mastlegen
– Kranen
– Verbringung ins Winterlager
– das Schiff untersuchen und erforschen

Wir haben recht zeitig gefrühstückt, damit wir früh im Hafen sein konnten. Direkt morgens haben wir telefonischen Kontakt zum Hafenmeister aufgenommen. Er versprach uns beim Mastlegen zu helfen. Leider durfte er nicht mit anpacken, jedoch stand mit Ratschlägen und Tipps zur Seite.

CIMG4214Also ab zum Boot und alles klar machen, um das Boot zum Anleger beim Hafenmeister zu fahren. Hier steht der Kran für’s Mastlegen. Der erste Schrecken folgte dann direkt: Das Schiff liess sich nur bedingt gut steuern. Wasser quirlte an bb und stb hoch, aber es nahm einfach keine Fahrt auf.

 

 

Nach einiger Zeit schafften wir es dann zu Hafenmeister, der uns sogleich beruhigte und uns erklärte, dass da ganz sicher viele Pocken und Muscheln am Propeller wären. Diese würden die schlechte Manövrierfähigkeit erklären… Abwarten…

CIMG4222Das Legen des Mastes stellte sich als gar nicht so problematisch dar…

… Mir fällt gerade auf, dass ich eine wichtige Quelle für Informationen bisher vergessen habe zu erwähnen: Björn von www.ohlsoneigner.de. Im Segeln-Forum hatte man uns den Tipp gegeben mal Kontakt zu Björn aufzunehmen. Weiteres zu diesem Menschen später! 😉

… zurück zum Mast. Björn hatte mir in einem langen Telefonat erklärt, worauf wir beim Mastlegen achten sollten. So war dies alles überraschend gut zu bewerkstelligen.

Nun sollte es noch zum Kranen gehen. Wir wollten den Dienst vom ansässigen Yacht-Service nutzen. Nachdem ich dort noch einmal Kontakt aufgenommen hatte, hat man uns erklärt, dass wir doch gestern einen Termin gehabt hätten…. ????? Neee… heute! Nach langem Hin und Her waren die Jungs überzeugt, dass ein Kranen noch heute stattfinden MUSS. Mal eben aus Dortmund zum Kranen nach FL war nicht denkbar.

2013-11-02 12.47.29Also kamen die Jungs gegen 13 Uhr auf uns zu und meinten, wir sollten schnell zum Kran rüberfahren, man wäre jetzt soweit. Also ratz-fatz mit unserer „Kleinen“ zum Kran. Das Kranen an sich war zwar für uns aufregend, wir wussten ja nicht, was uns erwartet, aber ansonsten unspektakulär. Die Verbringung des Schiffs auf dem Bock in das Winterlager war dann auch kein Problem.

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Nun hatten wir den Rest des Tages Zeit, das Schiff noch ein wenig zu untersuchen. Außerdem haben wir den Motor noch schnell Winterfest gemacht, schließlich konnte ja niemand vorhersagen, wann der Wintereinbruch im Norden stattfindet.

In der Leerlaufzeit zwischen Mastlegen und Kranen hatten wir angefangen das Boot ein wenig zu schruppen. Auf dem Deck haben sich Algen breit gemacht. Mit ein wenig Fleiß lassen sich hier aber offenbar sehr gute Ergebnisse erziehlen. Leider hat einer der Vorbesitzer das Deck mal gestrichen (naja, eigentlich verdient diese Arbeit das Wort „gestrichen“ nicht). Ist schlecht gemacht und die Farbe blättert teilweise bereits ab. Die muss dann bei Gelegenheit mal komplett weg.

Kurz zurück zur ManövrierUNfähigkeit unserer Kleinen… Es waren wirklich viele Muscheln und Pocken am Propeller. Also erst mal kein Grund zur Sorge. Das UW-Schiff sieht soweit sehr gut aus. Teilweise ging beim Reinigen mit dem Hochdruckstrahler das Antifouling ab, aber auch das sollte uns keine Sorgen machen. Muss eh neu gerollt werden.

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Auf geht’s zum ersten Date…

Heute morgen ging es zeitig Richtung Flensburg los. Das Auto war vollgepackt mit Werkzeug und allen möglichen Dingen, von denen wir glaubten, sie gebrauchen zu können.

Erste Kontaktaufnahme mit "La Petite"Gegen 12 Uhr sind wir in Flensburg angekommen und haben gleich das Schiff gesucht. Leider waren die Stege verschlossen, also konnten wir nur aus der Entfernung gucken. La Petite schwimmt. Naja, immerhin… 😉

 

Nach Kontaktaufnahme mit dem (Noch)Besitzer hatten wir ein Treffen für 13 Uhr vereinbart. Das war perfekt, da noch hell, so konnten wir uns genau umsehen.

Irgendwann war es dann so weit und wir konnten mit gemischten Gefühlen unser neues Boot betreten. Quasi das erste mal… 😉

Da wir beide ja nur quasi neue Charteryachten gewohnt waren, war dies eine völlig andere Welt. So ist das Schiff ein ganzes Stück älter als ich und genau so alt wie Karsten.

Wir haben uns also alles angesehen. Mit sehr großer Freude mussten wir feststellen, dass die Segel in einem wirklich guten Zustand waren. Alles andere machte uns ein wenig Sorgen, so wirkte es doch alles sehr ungepflegt und natürlich alt. Der Vor-Vor-Besitzer hatte das Schiff wohl viele Jahre und hat es an sich „angepasst“. Naja, da muss sicher einiges entsorgt werden. Der Vorbesitzer, also unser Verkäufer, hatte nie wirkliches Interesse an dem Boot und hat entsprechend auch nicht wirklich gepflegt. Unsere Gefühle waren sehr gemischt. Worauf lassen wir uns hier nur ein?

Die erste BegegnungEgal… Nachdem wir „A“ gesagt haben, mussten wir auch „B“ sagen. Da es inzwischen dunkel geworden ist, haben wir lieber etwas zu essen organisiert und sind in unsere Ferienwohnung zurückgefahren. Hier konnten wir den Tag auch noch einmal Revue passieren lassen und uns beraten, wie es weiter gehen sollte.

Der Krantermin ist für morgen vereinbart. Mastlegen wollen wir spontan morgen mit dem Hafenmeister organisieren. Das wird dann hoffentlich auch klappen. Den Hafenbock haben wir vom Vorbesitzer mitgekauft. Das Winterlager ist beim WSF gebucht. Also scheint erst mal alles gut zu werden…

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